Wer's glaubt, wird selig 🤨
Wochenspruch zu Ostern
„Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja!“ jubeln wir in den Ostergottesdiensten. Doch draußen begegnet uns oft eine andere Einstellung: „Wer’s glaubt, wird selig“. Tatsächlich stimmen laut einer EKD-Erhebung von 2023 nur noch 12 % der Evangelischen voll und ganz zu, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. 📊
Der Schlüssel zur Welt 🔑
Was über wissenschaftliche Analyse hinausgeht, wird heute oft angezweifelt oder ist bedeutungslos für den Alltag. Ostern besteht dann aus Osterhasen, Eiersuchen und gutem Essen. Doch wenn wir uns nur auf das Erklärbare beschränken, fehlt uns der Schlüssel, um unser Leben in Krisen zu deuten. Woher nehmen wir die Kraft, wenn die Welt über uns zusammenzustürzen droht?
Lebendig 🌱
Die Kernbotschaft von Ostern ist: Jesus lebt. Er hat die Macht des Todes überwunden. Warum ist das heute noch wichtig? Ein Vergleich: Liebe ist unsichtbar, aber wir glauben an ihre Macht, Hass zu überwinden. Genauso ist die Auferstehung ein unsichtbarer Vorgang, dessen Wirkung aber seit 2.000 Jahren die Welt verändert.
Von Ewigkeit zu Ewigkeit ✨
Johannes schreibt in seinem Offenbarungsbuch, wie er die Auferstehung von Jesus Christus versteht. Jesus ist nicht nur ein Vorbild. Für ihn ist die Auferstehung ein kosmologisches Ereignis. Sie rückt unsere verrückte Welt gerade.
In seinem Evangelium ist Jesus das Wort Gottes. Er war schon immer da und hat den Kosmos erschaffen. Das hat eine faszinierende Parallele zur Wissenschaft: Wir Menschen bestehen aus denselben Elementen wie die Sterne,– aus Elementen wie Stickstoff, den unsere DNA braucht, aus Eisen und Silizium. Wir sind Teil dieses riesigen Kosmos. Wir sind buchstäblich aus Sternenstaub ✨ gemacht, sind mit dem gesamten Universum verbunden und damit auch mit ihm, dem Schöpfer.
Schlüssel gegen Machtsymbole 🛡️
Hier wird es hochaktuell. Die Offenbarung beschreibt Herrscher, die Völker verführen. Heute ist ihr Zeichen vielleicht eine bestimmte Kappe oder ein Logo. Wir erleben Machthaber, die Kriege entfachen, und fühlen uns oft ratlos. Doch der Schlüssel in unserer Grafik erinnert uns: Nicht die, die sich mit Tod und Teufel verbünden, haben das letzte Wort. Jesus Christus hält die Schlüssel in der Hand. Er öffnet den Machtbereich des Todes und der Hölle und befreit uns von diesen todbringenden Mächten. Der Willkür schiebt er einen Riegel vor. 🚪🚫
Wir kennen den Schlüssel auch in der Hand des Petrus. Das bedeutet: Der Auferstandene gibt auch uns die Vollmacht, heute Gutes zu bewirken. Viele Geschichten gehen davon aus, dass das Gute am Ende siegt. Dass dies wirklich gilt, dafür steht der Auferstandene.
Selig werden 😊
„Wer glaubt denn sowas?“ heißt eine beliebte Fernsehsendung. Das Überraschende dort ist oft: Was anfangs keiner glaubt, ist am Ende doch wahr. Ich möchte den Satz „Wer’s glaubt, wird selig“ wieder zurechtrücken. Oft wird er heute benutzt, um Glauben lächerlich zu machen. Doch ursprünglich stammt er aus der Bibel und von Martin Luther: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden.“
Wenn wir schon hier auf Erden Momente erfahren, die uns „selig“ – also tief glücklich und heil – werden lassen: Sollten wir dann nicht auch am Ende unseres Lebens auf den Glücksmoment hoffen können, der uns für immer bei Gott sein lässt? In diesem Glauben an den Sieg des Lebens lässt es sich getrost leben und einmal auch selig sterben. 🕊️
Gesegnete Ostern wünscht Euch Wolfgang K. Leuschner


